Zeitformen: Zeitformen (Tempora) zeigen, wann etwas passiert: in der Gegenwart, in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Im Deutschen brauchst du am Anfang vor allem Praesens, Perfekt und Futur I.
Niveau: A1
Welche Zeitformen gibt es?
Das Deutsche hat sechs Zeitformen. Fuer den Alltag sind diese am wichtigsten:
- Praesens (Gegenwart): ich lerne
- Perfekt (gesprochene Vergangenheit): ich habe gelernt
- Praeteritum (geschriebene Vergangenheit): ich lernte
- Futur I (Zukunft): ich werde lernen
Dazu kommen Plusquamperfekt und Futur II, die du spaeter brauchst.
Wann benutzt man welche Zeit?
Die Wahl haengt vom Zeitpunkt und von der Situation ab.
- Praesens: fuer jetzt und fuer feste Plaene in der Zukunft (Morgen fahre ich nach Berlin.)
- Perfekt: fuer die Vergangenheit im Gespraech (Ich habe gestern gearbeitet.)
- Praeteritum: in Texten und bei sein, haben, Modalverben (Ich war muede.)
- Futur I: fuer Vermutungen und Versprechen (Ich werde dir helfen.)
Haeufige Fehler
Typische Anfangsfehler:
- Falsches Hilfsverb im Perfekt: Es heisst ich bin gegangen (mit sein), nicht ich habe gegangen.
- Zu viel Futur: Fuer feste Plaene reicht oft das Praesens: Morgen treffe ich Anna.
- Praeteritum von sein und haben: Im Gespraech sagst du ich war und ich hatte, nicht das Perfekt.
Beispiele
| Beispiel | Erklärung |
|---|---|
| Ich lerne jeden Tag Deutsch. | Praesens fuer eine Handlung in der Gegenwart. |
| Gestern habe ich einen Film gesehen. | Perfekt fuer die Vergangenheit im Gespraech. |
| Als Kind war ich oft krank. | Praeteritum von sein, typisch fuer Erzaehlungen. |
| Morgen fahre ich nach Muenchen. | Praesens mit Zeitangabe fuer einen festen Plan. |
| Ich werde dich morgen anrufen. | Futur I als Versprechen fuer die Zukunft. |
Häufige Fragen
Welche Zeitformen gibt es im Deutschen?
Es gibt sechs: Praesens, Perfekt, Praeteritum, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II. Am Anfang brauchst du vor allem Praesens, Perfekt und Futur I.
Welche Zeitform benutzt man fuer die Vergangenheit?
Im Gespraech meist das Perfekt (ich habe gelernt). In Texten und bei sein, haben und Modalverben nimmst du das Praeteritum (ich war, ich hatte).
Kann man die Zukunft mit dem Praesens ausdruecken?
Ja. Fuer feste Plaene reicht oft das Praesens mit einer Zeitangabe: Morgen fahre ich nach Berlin.
Verwandte Begriffe
praesens, perfekt, praeteritum, futur 1, tempus