Dingwort: Ein Dingwort ist ein Wort für Dinge, Menschen, Tiere, Pflanzen und Orte, aber auch für Gefühle und Ideen, zum Beispiel “Stuhl“, “Hund” oder “Glück“. Dingwort ist ein älterer Schulbegriff, in Grammatiken heißt die Wortart Nomen oder Substantiv. Trotz seines Namens steht ein Dingwort also nicht nur für Dinge.
Niveau: A1
Warum heißt es Dingwort?
Das Wort besteht aus Ding und Wort: Es ist ein Wort, das ein Ding benennt. Der Name ist leicht zu verstehen. Du findest ihn in manchen Schulbüchern für Kinder und in älteren Grammatiken. Der Plural heißt die Dingwörter.
Grammatiken und Lehrbücher nennen die Wortart Nomen oder Substantiv. Auch die Schulbegriffe Hauptwort und Namenwort meinen dasselbe. Ganz gleich, welchen Namen du hörst: Die Regeln für Großschreibung, Artikel und Plural sind dieselben.
Nicht nur Dinge: konkrete und abstrakte Dingwörter
Der Name Dingwort ist eigentlich zu eng. Zu den Dingwörtern gehören zwei Gruppen:
- Konkrete Dingwörter nennen etwas, das du sehen oder anfassen kannst: Dinge (der Stuhl, das Fenster), Menschen (die Lehrerin), Tiere (der Hund), Pflanzen (die Rose) und Orte (der Bahnhof).
- Abstrakte Dingwörter nennen etwas, das du nicht anfassen kannst: Gefühle (das Glück, die Angst) sowie Gedanken und Ideen (die Idee, die Freiheit).
In Grammatiken heißen die beiden Gruppen Konkreta und Abstrakta. Beide Gruppen behandelst du gleich. Du schreibst alle Dingwörter groß, und jedes hat ein festes Genus: maskulin, feminin oder neutral.
So erkennst du ein Dingwort
Die Frage Kann ich es anfassen? hilft nur bei konkreten Dingwörtern. Bei Glück oder Angst funktioniert sie nicht. Diese zwei Proben funktionieren auch bei abstrakten Dingwörtern:
- Artikelprobe: Du kannst einen Artikel davorsetzen: das Glück, eine Idee.
- Adjektivprobe: Du kannst ein Wiewort mit Endung davorsetzen: großes Glück, eine gute Idee.
Auch Wörter aus anderen Wortarten können zu Dingwörtern werden. Dann steht meist ein Artikel oder ein Wort wie etwas oder alles davor, und du schreibst sie groß. Aus dem Tunwort lachen wird das Lachen, aus dem Wiewort gut wird alles Gute. Mehr dazu findest du unter Nominalisierung.
Beispiele
| Beispiel | Erklärung |
|---|---|
| Der Stuhl steht am Fenster. | Stuhl und Fenster sind konkrete Dingwörter: Du kannst sie sehen und anfassen. |
| Ich habe große Angst. | Angst ist ein abstraktes Dingwort. Die Adjektivprobe zeigt es: große Angst. |
| Das ist eine gute Idee. | Eine Idee kannst du nicht anfassen. Mit dem Artikel eine erkennst du trotzdem das Dingwort Idee. |
| Das Lachen der Kinder ist laut. | Lachen kommt vom Verb lachen. Mit Artikel ist es ein Dingwort und wird großgeschrieben. |
| Ich wünsche dir alles Gute. | Gute kommt vom Adjektiv gut. Nach alles wird es zum Dingwort, deshalb schreibst du es groß. |
Häufige Fragen
Ist Dingwort ein Fachbegriff?
Nein. Dingwort ist ein älterer Begriff aus der Schule. Die Fachbegriffe für diese Wortart sind Nomen und Substantiv. Gemeint ist immer dieselbe Wortart.
Sind Gefühle auch Dingwörter?
Ja. Wörter wie die Freude, die Angst oder das Glück sind abstrakte Dingwörter. Du kannst sie nicht anfassen, aber sie haben einen Artikel, und du schreibst sie groß.
Sind Wörter wie Computer auch Dingwörter?
Ja. Auch Wörter aus anderen Sprachen sind im Deutschen Dingwörter, wenn sie etwas benennen. Du schreibst sie groß, und sie haben einen Artikel: der Computer, das Restaurant, die Pizza.
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Verwandte Begriffe
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