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besitzanzeigendes Fürwort

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Besitzanzeigendes Fürwort: Das besitzanzeigende Fürwort ist der deutsche Schulbegriff für das Possessivpronomen. Es zeigt, wem etwas gehört oder zu wem jemand gehört: “mein“, “dein“, “sein“, “ihr“, “unser“, “euer“. Vor einem Nomen nennen es viele Lehrbücher Possessivartikel (mein Buch), allein heißt es Possessivpronomen (Das ist meins).

Niveau: A1

Was ist ein besitzanzeigendes Fürwort?

Ein besitzanzeigendes Fürwort nennt den Besitzer. Es antwortet auf die Frage nach dem Besitzer: Wessen Jacke ist das? Das ist meine Jacke. Besitz heißt hier nicht nur, dass dir etwas gehört. Das Wort zeigt auch Familie und andere Beziehungen: meine Mutter, unser Lehrer, ihre Heimat.

Zu jedem persönlichen Fürwort gehört ein besitzanzeigendes Fürwort: ich und mein, du und dein, wir und unser. Die Grammatik mit allen Fällen findest du unter Possessivpronomen und Possessivartikel.

Die Formen im Nominativ

Welche Form du brauchst, hängt von zwei Dingen ab: vom Besitzer (ich: mein) und vom Nomen danach (mein Vater, meine Mutter).

Person vor maskulin und neutral vor feminin vor Plural
ich mein meine meine
du dein deine deine
er, es sein seine seine
sie (Singular) ihr ihre ihre
wir unser unsere unsere
ihr euer eure eure
sie (Plural), Sie ihr, Ihr ihre, Ihre ihre, Ihre

In den anderen Fällen bekommt das Wort die Endungen von ein und kein: Ich suche meinen Schlüssel. Ich helfe meiner Schwester. Bei euer fällt das zweite e meist weg, wenn eine Endung dazukommt: eure Wohnung, euren Hund. Die höfliche Form Ihr schreibst du groß: Ist das Ihr Koffer?

Possessivartikel oder Possessivpronomen?

Dasselbe Wort kann vor einem Nomen oder allein stehen:

  • Vor einem Nomen (Possessivartikel): Das ist mein Stift. Das Wort begleitet das Nomen wie ein Artikel.
  • Allein (Possessivpronomen): Der Stift ist meiner. Das Wort steht für das Nomen.

Allein hat das Wort auch bei maskulin und neutral eine Endung:

  • maskulin: Wessen Stift ist das? Meiner.
  • feminin: Wessen Tasche ist das? Meine.
  • neutral: Wessen Buch ist das? Meins. Auch meines ist richtig.
  • Plural: Wessen Schuhe sind das? Meine.

Typische Fehler

  • sein oder ihr? Der Besitzer entscheidet: Tom sucht seinen Schlüssel. Anna sucht ihren Schlüssel.
  • Endung nach dem Nomen: Die Endung richtet sich nach dem Nomen danach, nicht nach dem Besitzer. Richtig ist Anna und ihr Bruder, nicht Anna und ihre Bruder.
  • Akkusativ vergessen: Richtig ist Ich suche meinen Schlüssel, nicht Ich suche mein Schlüssel.
  • ihr mit zwei Aufgaben: In Ihr seid nett und Ich helfe ihr ist ihr ein persönliches Fürwort, in Das ist ihr Auto ist es besitzanzeigend.

Beispiele

Beispiel Erklärung
Mein Bruder wohnt in Hamburg. Der Besitzer bin ich. Bruder ist maskulin, deshalb mein ohne Endung.
Wo ist deine Jacke? Der Besitzer bist du. Jacke ist feminin, deshalb deine.
Lena ruft ihren Vater an. Die Besitzerin ist Lena, deshalb ihr. Vater steht im Akkusativ, deshalb ihren.
Habt ihr eure Tickets? Zu ihr gehört euer. Vor dem Plural Tickets heißt es eure.
Das ist nicht mein Schirm. Meiner ist blau. meiner steht allein und ersetzt das Nomen: ein Possessivpronomen.

Häufige Fragen

Ist besitzanzeigendes Fürwort das Gleiche wie Possessivpronomen?

Ja. Besitzanzeigendes Fürwort ist der deutsche Schulbegriff, Possessivpronomen der Fachbegriff. Steht das Wort vor einem Nomen, sagen viele Lehrbücher Possessivartikel.

Was ist der Unterschied zwischen mein und meins?

Das Wort mein steht vor einem Nomen: Das ist mein Buch. Das Wort meins steht allein und ersetzt das Nomen: Das Buch ist meins. Statt meins kannst du auch meines sagen.

Wann nimmt man sein und wann ihr?

Das hängt vom Besitzer ab. Bei er und es nimmst du sein, bei sie im Singular und im Plural ihr: Tom liest sein Buch. Anna liest ihr Buch.

Verwandte Begriffe

Possessivpronomen, Possessivartikel, mein, dein, sein, persönliches Fürwort, Fürwort, Artikelwörter