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Fürwort

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Fürwort: Das Fürwort ist der deutsche Schulbegriff für das Pronomen. Ein Fürwort steht für ein Nomen oder begleitet es, zum Beispiel “ich“, “er“, “mein“, “dieser” oder “sich“. So musst du ein Nomen nicht immer wiederholen.

Niveau: A1

Was ist ein Fürwort?

Der Name sagt, was ein Fürwort tut: Es steht für ein anderes Wort, meist für ein Nomen.

  • Ohne Fürwort: Anna kauft ein Buch. Anna liest das Buch.
  • Mit Fürwort: Anna kauft ein Buch. Sie liest es.

Die Mehrzahl heißt die Fürwörter. Der Fachbegriff ist Pronomen. Beide Namen meinen dasselbe: Im lateinischen Wort Pronomen steckt pro, das heißt für. Den Namen Fürwort hörst du vor allem in der Schule, im Deutschkurs sagt man meist Pronomen. Die ganze Grammatik dazu findest du im Eintrag Pronomen.

Arten von Fürwörtern

Für jede Art gibt es einen deutschen Namen aus der Schule und einen Fachbegriff:

Deutscher Name Fachbegriff Beispiele
persönliches Fürwort Personalpronomen ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie
besitzanzeigendes Fürwort Possessivpronomen mein, dein, sein, ihr, unser, euer
rückbezügliches Fürwort Reflexivpronomen mich, dich, sich, uns, euch
hinweisendes Fürwort Demonstrativpronomen dieser, jener, der, die, das
bezügliches Fürwort Relativpronomen der, die, das, welcher
fragendes Fürwort Interrogativpronomen wer, was, welcher
unbestimmtes Fürwort Indefinitpronomen man, jemand, niemand, etwas, nichts

Einige Fürwörter stehen auch direkt vor einem Nomen: mein Buch, dieser Film. Dann begleiten sie das Nomen wie ein Artikel. In der Schule heißen sie dann auch Begleiter.

Genus, Zahl und Fall beim Fürwort

Steht ein Fürwort für ein Nomen, übernimmt es dessen Genus und Zahl:

  • maskulin: Wo ist der Schlüssel? Er liegt auf dem Tisch.
  • feminin: Die Tasche ist neu. Sie war teuer.
  • neutral: Das Handy ist kaputt. Es geht nicht mehr.
  • Plural: Die Bücher liegen hier. Sie gehören Anna.

Für Dinge sagst du im Deutschen also nicht immer es. Den Fall bestimmt aber nicht das Nomen, sondern die Aufgabe des Fürworts im eigenen Satz: Der Junge spielt. Ich sehe ihn. Hier steht der Junge im Nominativ und ihn im Akkusativ, weil sehen ein Akkusativobjekt braucht.

Beispiele

Beispiel Erklärung
Paul kocht heute. Er kocht gern. er ist ein persönliches Fürwort und steht für Paul.
Ist das dein Fahrrad? dein ist ein besitzanzeigendes Fürwort. Es zeigt, wem das Fahrrad gehört.
Ich wasche mich. mich ist ein rückbezügliches Fürwort. Es bezieht sich auf ich zurück.
Welchen Pullover nimmst du? Diesen hier. diesen ist ein hinweisendes Fürwort und steht für den Pullover.
Wer hat angerufen? wer ist ein fragendes Fürwort. Es fragt nach einer Person.
Hier darf man nicht parken. man ist ein unbestimmtes Fürwort. Es meint keine bestimmte Person.

Häufige Fragen

Ist Fürwort das Gleiche wie Pronomen?

Ja. Fürwort ist der deutsche Name aus der Schule, Pronomen der Fachbegriff aus dem Lateinischen. Beide meinen dieselbe Wortart.

Welche Arten von Fürwörtern gibt es?

Die wichtigsten sind persönliche, besitzanzeigende, rückbezügliche, hinweisende, bezügliche, fragende und unbestimmte Fürwörter. Zu jeder Art gibt es einen Fachbegriff, zum Beispiel Personalpronomen für das persönliche Fürwort.

Sagt man für Dinge er, sie oder es?

Das hängt vom Genus des Nomens ab: der Schlüssel wird zu er, die Tasche zu sie, das Handy zu es. Im Plural heißt es immer sie.

Verwandte Begriffe

Pronomen, Personalpronomen, Possessivpronomen, Reflexivpronomen, Begleiter, Wortarten